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Sexindustrie lässt sich nicht vertreiben

New York - Elf Jahre, nachdem der ehemalige Bürgermeister Rudolph Giuliani die Sexindustrie vom Times Square in New York vertrieben hatte, sind viele Peep-Shows und Pornoläden an den berühmtesten Platz der USA zurückgekehrt.

So hat sich die Zahl der Sex-Shops in unmittelbarer Nähe des Times Square mehr als verdreifacht, berichtet die “New York Times”. Das Blatt zählte südwestlich des Platzes Sexbetriebe in zweistelliger Höhe. Peep-Shows und Porno-Videotheken seien auch in anderen Gebieten von Manhattan, darunter im Szeneviertel Chelsea, wieder im Aufwind. Allerdings sei in den vergangenen Jahren nirgendwo auch nur annähernd so viel Geld und Energie für die Umwandlung eines Stadtgebietes in ein Zielgebiet für familienfreundlichen Tourismus aufgewandt worden wie am Times Square und dessen Umgebung.

Ein Grund für das Comeback der Sexindustrie ist nach Angaben der Investorengruppe Times Square Alliance, dass Grundeigentümer nicht mehr genügend “ordentliche Unternehmen” finden, die zur Zahlung der hohen Gewerbemieten in dem Gebiet bereit sind. Zudem würden die Sexunternehmen Schlupflöcher in Vorschriften nutzten, die Anfang der 90er Jahre vom damaligen Bürgermeister Giuliani zur “Säuberung” des Times-Square-Gebietes erlassen wurden. So verstünden sie es immer besser, Sex-Shops mit harmlos wirkenden Fassaden von familiengerechten Video- oder Spieleläden an die Umgebung anzupassen.

(dpa)

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