Zeuge will Jackson beim Oral-Sex mit einem Jungen beobachtet haben
Im Missbrauchprozess gegen Michael Jackson hat ein frueherer Wachmann den Saenger schwer belastet. Er will Anfang der neunziger Jahre auf der Neverland-Ranch gesehen haben, wie Jackson einen Jungen leidenschaftlich kuesste und oral befriedigte.
Durch ein Fenster habe er Jackson und den etwa elfjaehrigen Jungen nackt in einem Badezimmer gesehen, sagte der Zeuge Ralph Chacon am Donnerstag vor der Jury im Gericht von Santa Maria. Der Saenger habe den Jungen gestreichelt und dessen Haar gekuest. Dann habe Jackson sich gebueckt und den Jungen oral an den Genitalien befriedigt. Nach Angaben der “Los Angeles Times” ist Chacon einer von neun erwachsenen Anklage-Zeugen, die in dem laufenden Missbrauchverfahren ueber zurueckliegende Vorfaelle mit fuenf Jungen aussagen sollen.
Jackson-Anwalt Thomas Mesereau zog am Donnerstag im Kreuzverhoer prompt die Glaubwuerdigkeit des Mannes in Zweifel. Chacon hatte Jackson in den neunziger Jahren verklagt, mit dem Vorwurf, er sei von dem Saenger zu Unrecht entlassen worden. In einer Gegenklage bezichtigte der Popstar seinen frueheren Angestellten des Diebstahls. Chacon wurde zur Zahlung einer Strafe in Hoehe von 25.000 Dollar verurteilt.
Die von Chacon beschriebenen Sex-Szenen sollen sich mit einem Jungen abgespielt haben, der im Jahr 1994 von Jackson eine Millionen- Entschaedigung erhielt. Die Vorwuerfe des angeblichen Missbrauchopfers fuehrten aber nie zu einem Strafprozess. Mit den Faellen aus den neunziger Jahren will Staatsanwalt Tom Sneddon Jacksons angebliche “Neigung” zu sexuellen Belaestigungen Minderjaehriger aufzeigen.
Jackson ist in dem laufenden Verfahren angeklagt, einen heute 15-jaehrigen Jungen im Fruehjahr 2003 auf seiner Neverland-Ranch missbraucht zu haben. Jackson hat diese und fruehere Vorwuerfe seiner angeblichen Opfer zurueckgewiesen und seine Kontakte mit Jugendlichen als harmlose Freundschaften dargestellt.
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